Was mich umtreibt

Fixierung auf das operative Geschäft

Unternehmer sind es gewohnt, schnelle Entscheidungen treffen zu müssen. Personalentscheidungen werden in kleinen Unternehmen daher oft aus der aktuellen Notlage heraus getroffen. Ein Beispiel: Jemand kündigt und die Stelle muss schnellstmöglich nachbesetzt werden. Dagegen ist nichts einzuwenden, solange kurzfristige Entscheidungen mit den langfristigen Zielen kompatibel sind.
 
Das ist jedoch oft nicht der Fall. Ein Klassiker: Es werden Personen eingestellt, deren Profil nicht hinreichend zum Anforderungsprofil der Stelle passt, Hauptsache, die Stelle ist besetzt.

Probleme muss man kondensieren, wenn man sie lösen will. Erst der Extrakt ist überschaubar.

Henry Kissinger

Die langfristigen Folgen zeigen sich erst mit der Zeit: Die erhoffte Leistung bleibt aus und die Erwartungen in die oder den Neuen erfüllen sich nicht. Das hat Folgen für alle Beteiligten.
 
In einem Satz formuliert geht es darum, sich zu fragen: Wie wirkt sich diese Entscheidung aller Voraussicht nach in 1, 2 oder 3 Jahren aus? Zahlt sie auch auf die langfristigen Ziele ein? Wenn nicht, ist es manchmal besser, nach einer besseren Alternative zu suchen?

Unternehmer kennen ihre Trümpfe nicht und verkennen deshalb ihre Chancen

UnternehmerInnen wissen oft nicht, wo sie mit ihrer Personalarbeit im Vergleich zum Wettbewerb stehen. Es ist zugegebenermaßen fast unmöglich, an konkrete Vergleichsdaten des Wettbewerbs zu kommen. Das betrifft jedoch Unternehmen einer Branche gleichermaßen.
 
Dabei wird häufig übersehen, dass dieser Ansatz gar nicht der entscheidende ist. Selbstverständlich sollten UnternehmerInnen ihren Wettbewerb auf dem externen Arbeitsmarkt kennen. Doch noch wichtiger ist, dass sie ihre eigene Arbeitgebermarke kennen und dass sie diese bewusst gestalten und pflegen. Das setzt bereits bei der grundlegenden Positionierung an, und nicht erst bei der Vermarktung einer Stelle durch eine Agentur.

Fixierung auf menschliche Eigenschaften statt auf Prozesse und Zusammenarbeit

Leider halten sich noch immer veraltete Menschenbilder und überholte Vorstellungen von Führung in den Unternehmen. Da ist die Vorstellung vom Menschen als einem rationalen Wesen, das nur durch materielle Anreize zu Leistung motiviert werden kann. Auch die Überzeugung, dass sich Menschen ab einem gewissen Alter nicht mehr verändern, ist weit verbreitet. Zugegeben, sie ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Die Frage ist aber dennoch, in welchem Zusammenhang stimmt die Aussage – und in welchem nicht.
 
Betrachtet man Unternehmen als lebendige Systeme oder Organismen, dann wird klar, dass es darin immer Bewegung und Veränderung gibt. Die Preisfrage für UnternehmerInnen ist daher, was sie selbst bewegen können, trotz oder gerade weil wir Menschen grundsätzlich unberechenbare Wesen sind für die es keine Fernbedienung gibt.

FAZIT:

Für UnternehmerInnen, die im Wettbewerb um gute Mitarbeiter die Nase vorne haben wollen, geht es darum, sich zu positionieren. Hierzu ist es grundlegend,

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